Die Kreislaufwirtschaft - eine Chance für nachhaltigere IT-Produkte

Unsere derzeitige, lineare Art, Produkte zu produzieren und zu konsumieren, ruiniert empfindliche Ökosysteme und verursacht den Verlust wertvoller natürlicher Ressourcen. Die Kreislaufwirtschaft bringt nachhaltigere Lösungen, bei denen Produkte länger in Gebrauch sind und Materialien zur Herstellung neuer Produkte wiederverwendet werden.

Das heute dominierende Wirtschaftsmodell ist linear: Wir nehmen jungfräuliche natürliche Ressourcen und stellen daraus Produkte her, die wir dann wegwerfen, wenn wir sie nicht mehr brauchen - oft schon nach relativ kurzer Zeit. Manchmal ist die kurze Lebensdauer auf geplante Obsoleszenz zurückzuführen, bei der Produkte leicht kaputt gehen und schwer zu reparieren und aufzurüsten sind.

Das lineare Modell führt zu einer Reihe von Problemen:

  • Rohstoffe werden schneller abgebaut, als sie nachgeliefert werden können.
  • Einmal ausrangierte Produkte werden als Abfall behandelt und oft verbrannt oder auf Deponien gelagert, was zum Verlust wertvoller und knapper natürlicher Ressourcen führt.
  • Der unsichere Umgang mit Abfällen führt auch dazu, dass gefährliche Stoffe in Boden, Wasser und Luft gelangen.
  • Sowohl die Herstellung als auch der Transport von Produkten führen zu Umweltverschmutzung und hohem Energieverbrauch, die in der Kreislaufwirtschaft vermieden werden können.

Die Reserven einiger natürlicher Ressourcen gehen bereits zur Neige, und das Problem wird sich verschärfen, wenn die Weltbevölkerung wächst und der wirtschaftliche Wohlstand mehr Menschen erreicht.

Ressourcen werden in der Kreislaufwirtschaft wiederverwendet

In einer Kreislaufwirtschaft wird verantwortungsvoller mit Ressourcen umgegangen. Ziel ist es, die Produktlebensdauer zu verlängern und alle Materialien wieder in den Kreislauf zurückzuführen, ohne Abfall zu produzieren.

Die Wiederverwendung von Produkten ist ressourceneffizienter als das Recycling, da die meisten Materialien jedes Mal an Wert verlieren, wenn sie recycelt werden. Daher ist die Verlängerung der Produktlebensdauer der beste Weg, um die Umweltauswirkungen zu verringern. In einer Kreislaufwirtschaft sind Produkte für eine lange Lebensdauer gebaut. Sie sind langlebig und können aufgerüstet und repariert werden. Teile können ersetzt werden - zum Beispiel Batterien, da funktionierende Produkte oft nur wegen abgenutzter Batterien ausrangiert werden.

Wenn Produkte das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht haben, werden sie zu wertvollen Ressourcen, die zur Herstellung neuer Produkte verwendet werden. Der Bedarf an der Gewinnung neuer Materialien wird daher in der Kreislaufwirtschaft minimiert. Die Produkt- und Materiallebensdauer wird bereits in der Designphase berücksichtigt - die Komponenten sind leicht trennbar und enthalten keine gefährlichen Substanzen, die sie für das Recycling und die Verwendung in neuen Produkten ungeeignet machen.